Wutanfälle

Manche Auszucker bringen dich echt zum Wahnsinn. Ich sage euch, wenn ich auszucke und vor lauter Rotsehen schon wieder Dinge zerstöre, die ohnehin schwierig zu bauen waren, dann weiß ich bald nicht mehr weiter. Als erstes mal Johanniskraut nehmen, wegen der Stimmung. Die muss jedenfalls postitiv sein. Die Frage ist, was tun, wenn die Stimmung trotzdem im Keller ist. ?? Aufraffen, sich interessieren, weitertun, so tun, als ob nichts wäre, das sind vielleicht gute Alternativen. Ich weiß eigentlich eh, was zu tun ist. Die Schwierigkeit liegt darin, den inneren Schweinehund zu verbannen, in die Hölle. Aber Moment mal. Vielleicht ist gerade das das Kontraproduktive. Vielleicht sollte ich mich mit den Dingen arrangieren, so tun, als sei ich den Dingen einfach ohne Gegenwehr untergeordnet, ausgeliefert, schluss aus basta. Aber wenn das nicht am Selbstwert kratzen würde! Den Willen zur Kontrolle, das ist meine Katastrophe. Mein Gott – wenn ich mich in Richtung Auszucken bewege, werde ich zumindest was meine Sprache angeht, richtig gläubig – das Wollen, der Wille, die Faszination des Dinges, das sind meine selbst heraufbeschworenen Geister, die mich so bestimmen, wie ein Hund, der einem immer zwei Meter vorausläuft und man ihn nicht einholen kann. Es ist wie die Wurst vor der Nase, immer unerreichbar, immer duftend nach Tier. Das Schreiben ist vielleicht ein Weg, auch ein bisschen darüber hinweg zu kommen, ich versuche es gerade ja. Es hilft, ja, ich spüre eine entspannende Wirkung. Wutanfälle gehören verboten, das wäre eine Initative. Ja im zwischenmenschlichen Gesetz festgeschrieben. Vielleicht erlebe ich das ja noch.

Kategorien: Reise Angenehm | Schlagwörter: | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Wutanfälle

  1. benratte - ein muli vor dem herrn

    Fest zu sein ist ein gutes Mittel. Fest im Willen und im Wollen und im Ziel. Wohin will ich, dahin geh ich – auch wenns mitunter wehtut. Langatmig und ausdauernd wie ein Muli. Ilva, gesegelt von Mulis…….. Übrigens: Hinfallen kann man sooft man stolpert – egal ist das, solange man einmal öfter aufsteht und weitergeht als man gefallen ist.

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