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Und übrigens: In Venedig war ma auch schon – Zwischenstopp.

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Wiedergeburt 2 – rinascere ILVA Parte 2

Die Wiedergeburt verlangt nach neuen Organen – einem Herz zum Beispiel. ILVA braucht mal ein Herz, fangen wir doch ganz nüchtern hier mal an. Die Fotos zeigen eine Geburtsstation – quasi. Hier wurde das Herz gezüchtet (siehe Werkstatt – einer SOLÉ Vertriebsstelle. Das Herz ist ein SOLÉ MINI 44. Er sieht schon ein bissl nach Meer aus – so blau.

4-Zylinder, in einer Reihe, kaum Schnick-Schnack, und aus Barcelona. Das Getriebe (ein TCM 60P) ist gegenüber dem alten Velvet-Drive-Getriebe eine Miniausführung eines mechanischen Bauwerks. Es ist mechanisch, nicht mehr hydraulisch – was den Vorteil hat, dass wir keine „Wellenbreme“ mehr brauchen, sondern beim Segeln einfach den Rückwärtsgang einlegen, wenn sich der Propeller nicht drehen soll. Wieder ein Teil weniger, das beruhigt. Ein Organ weniger, das hier versorgt werden müsste.  Das Getriebe fällt auf den Fotos fast nicht auf – man muss schon ganz genau schauen.

 

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Wiedergeburt Teil 1

Kann ein Schiff wiedergeboren werden, wenn es schon einmal wiedergeboren wurde? Es kann. Man kann. Sie kann, er kann, ich kann, wir können, ihr könnt und dann noch: sie können es (vor allem, wenn Plan B fehlt).

Das Schiff kann es auch. Es hat allerdings bei weitem den leichteren Job. Sich einfach die Eingeweide putzen zu lassen, ein bisschen Massage hie und da, ein bisschen Tuina.

Alles ist bestellt, ein Sole Mini 44, eine Welle, ein Propeller, ein Stevenrohr, ein wassergeschmiertes Außenlager, Krimskrams, ein neuer Auspuff – Dimension 51mm, Motorraum-Dämmstoff, alle möglichen Alarme und Panele. Damit wir wieder ein ruhiges Leben haben und Ilva wieder gesund wird. Anfang August wird es richtig spannend: da kommt der kleine Kran und hebt den Motor rein. Davor muss alles stimmen – und danach auch. Mal sehen, wie´s kommt.

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So, nun ist es raus – Motor aus.

Nachdem sich uns letzten August der Motor wie zum Himmel verrostet gezeigt hat mussten wir einsehen, dass unser Motor – Baujahr 1969 nun doch eher ein Museumsstück sein möchte, denn ein Schiffsmotor. Wenn denn alles so gut feststeckt, also der Kolben im Zylinder, soll man dieses Schicksal als gegeben erachten und dem herrgöttlichen Dio danken, dass man mit dem steckenden Motor im Hafen steht, einen Aperol in der Hand hält und zum Weinen ganz einfach von Bord gehen kann. Alles hat ja ein Ende, auch ein Perkins 4.108, der ja eigentlich für die Ewigkeit gebaut wurde – aber uns nun doch nicht mehr so ewig überzeugt.

Ersatz wurde gesucht – und gefunden – und auch das tut weh – finanziell und von der Motivation her. Denn wie so oft bleibts nicht nur beim Motor, weil ja doch alles irgendwie miteinand zusammen hängt: Getriebe, flexible Kupplung, Propellerwelle, Wellendichtung (endlich – die ganz dichte! – ich möchte keinen Tropfen Wasser mehr in der Bilge sehen oder riechen), Wellenlager draußen vor dem Ruderblatt und schließlich auch ein neuer Propeller…alles muss neu rein, damit wir wieder nach Korsika kommen! Oder endlich mal nach Giglio.

Also alles neu, alles fit, alles glänzend – so soll es wieder werden diesen Sommer. Mal sehen, ob wir bei 45 Grad im Schatten auf dem Schiffsgelände (nicht im kühlen Wasser) den Durst nach Meer mit Bier noch stillen können …

Wir berichten weiter von unserem trockenen Abenteuer! Bleibt dran!

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Eine Woche – zwei Inseln

Genau sieben Tage waren es, die uns nach Capraia, auf die verrostete Kirche, und in den Süden Elbas brachten, im Frühling blüht die Erde! Im Frühling!!
– dann eine Nacht vor Anker vor Marina di Campo – eine sonderbar ruhige Nacht, alleine in der Bucht waren wir. Baden bei 15 Grad Wassertemperatur? Nichts schwieriger als das. Aber Hartgesottene Pielachtaler halten so was aus. Erinnerungen an meine Zeit am Werftgelände kamen hoch, so angeschraubt schwoite ILVA an der Kette durch die Finsternis, kein Swell, kein Wind, kein Garnichts, außer Harmonie mit den Elementen.
Flugs gings tags darauf nach Portoferraio, in den alten Hafen im Norden Elbas – oft schon gesehen, könnte man anmerken. Und ja, es stimmt, und dennoch entdeckt man jedes Mal was Neues. Zum Beispiel das Restaurant gleich hinterm Hafen, in dem die Mamma kocht und der Pappa mit Bierbauch kellnert. Jedes Gericht wird frisch an der Theke zubereitet und am Teller angerichtet. Das dampft und ist mit Glück – sogar das bestellte Gericht! Aber wenns schmeckt wie im Himmel darf man nicht so wählerisch sein. Zum Schluss gabs Schnaps und Schnaps – der Papa trank mit und fühlte sich wie auf Koks.
Ja und dann gabs nen Umtrunk, denn schon war fast die Rückreise nach Cecina im Gange, ohne dass das jemand mitbekommen hätte. Die Toskana ist einfach der HIT.

 

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Die Arbeit ruft – die Arbeit grooved

ILVA brauchte ein bisschen Liebe, sie hatte Bedürnisse wie jeder Mensch auch. Vor allem, wenn er 1969 geboren ist …. Ich musste mein schlechtes Gewissen hintenanstellen, bis Mitte März. Und siehe da: Das alles nun wurde im Meer ertränkt, jegliches Bedürfnis, jede Gewissensregung, jeder NEED. Und das ward geschehen: ein neues Unterwasserschiff, Osmose-Sanierung, neue Wellen-Opferanode, ein neuer Impeller, ein neues Getriebeöl, ein dichter Auspuffkrümmer, eine neue Stopfbuchse, neue Gasflasche und die Kontrolle von eh allem. Finetuning bei Pizza, Tiramisu und Wein. Schön genug für den nächsten Törn im Toskanischen Archipel? Seht selbst …

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Spaziergang im Toskana-Meer

 

Kann man auch mit einem Segelboot spazieren gehen? Kennt ihr das Gefühl, das beim Spazierengehen entsteht? Dieser leere Kopf? Der angenehme Blutdruck? Warum nicht mal den Kopf leeren und baumeln? Am Mast, nicht am Baum, nur am Mast … der Mast meint es besser mit uns, weil er viel gerader ist als ein Baum.

Ein kleiner Streifzug durch den Westen der Toskana, inklusive einer Totalumrundung der „Secce di Vada“, eine Untiefe, nicht weit der Küste entfernt. Da bedecken nur noch zwei Meter Wasser die Steine. Und nach dieser anstrengenden Eroberung baumeln wir wieder zurück – im immer gleichen Modus: Baumeln. Den Kopf noch leerer machen.

 

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Der Törn mit dem großen A

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Wohin führt uns die nächste Reise?

Westliches Mittelmeer

 

Ganz klar, ins Mittelmeer natürlich. Wohin sonst? Genau genommen müssen wir ja nicht mal raus aus der Parklücke im Hafen, denn wir sind ja schon da – in Mittelerde! Im Mare Nostrum.

Sofern die Algen und Gorgonien auf Ilvas Rumpf nicht schon Wurzeln geschlagen haben, können wir ganz einfach ablegen. Sonst brauchen wir die Unterwasser-Gartenschere – hat jemand eine zum verleihen?

Je nach Wind, Lust und Laune segeln wir nach Port de Saint Florent (Korsika) oder Isola di Giannuti (Toskanischer Archipel). Und wenn alle Stricke reißen müssen wir im Süden von Elba den Handanker werfen.

Also dann, liebe Segelkumpadres, wir sehen uns!

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Der Duft der Insel

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Wenn der Mann aus dem Meer die Insel betritt – dann passierts. Was passiert? Er nimmt die Insel in Besitz, oder wie? – Manno, als Spanier wäre das geläufige Realität. Als Österreicher gibts Probleme. Es gibt kein Meer in Österreich. Verdammt!
Zum Glück gibts in Italien ein Meer, so groß, dass sogar Inseln dort Platz finden. Wie ein Garten Eden dieses Meer, wie für uns gemacht. Zum Beispiel, um Anlandungen zu üben,  ohne Waffengewalt, so ganz auf Pazi, ohne große Gefühle des Inbesitznehmens aufkommen zu lassen. Und das ist auch gut so.

Was noch? Der Mann aus dem Meer geht mit seinen abgetretenen Schlapfen am groben Sand spazieren, freut sich über angenehme 20 Grad im März, über die Windstille heute, und darüber, dass morgen 5 bft aus Südost angesagt sind. Ahh, das trifft sich gut, denn morgen segeln wir ab ans Festland. Und: es waren es dann 6 bft. Aber beim Vorwindsegeln ist ja die „Wahnsinnige Geschwindigkeit“ eine Größe: Kraft des Windes minus Abzug der Angst vor der Wellenhöhe, addiert mit Pipi-Gefühl und geteilt durch die Menge aller an Bord verteilten Tabletten gegen Seekrankheit. Die Formel wird am Seesportseminar gelehrt. Und das hier ist einfach nur ein billiges Plagiat.

Kommen dann noch Tanker dazu (siehe Foto) von links und rechts, schnell wie Springmäuse, dann wirds spannend und die Crew erlebt bis dahin nicht gekannte Levels des gegenseitigen Nervösseins. All das macht das schöne Wetter in Portoferraio wett. So viel Glück hat man selten.

(Photos by N. H.)

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