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Eine Woche – zwei Inseln

Genau sieben Tage waren es, die uns nach Capraia, auf die verrostete Kirche, und in den Süden Elbas brachten, im Frühling blüht die Erde! Im Frühling!!
– dann eine Nacht vor Anker vor Marina di Campo – eine sonderbar ruhige Nacht, alleine in der Bucht waren wir. Baden bei 15 Grad Wassertemperatur? Nichts schwieriger als das. Aber Hartgesottene Pielachtaler halten so was aus. Erinnerungen an meine Zeit am Werftgelände kamen hoch, so angeschraubt schwoite ILVA an der Kette durch die Finsternis, kein Swell, kein Wind, kein Garnichts, außer Harmonie mit den Elementen.
Flugs gings tags darauf nach Portoferraio, in den alten Hafen im Norden Elbas – oft schon gesehen, könnte man anmerken. Und ja, es stimmt, und dennoch entdeckt man jedes Mal was Neues. Zum Beispiel das Restaurant gleich hinterm Hafen, in dem die Mamma kocht und der Pappa mit Bierbauch kellnert. Jedes Gericht wird frisch an der Theke zubereitet und am Teller angerichtet. Das dampft und ist mit Glück – sogar das bestellte Gericht! Aber wenns schmeckt wie im Himmel darf man nicht so wählerisch sein. Zum Schluss gabs Schnaps und Schnaps – der Papa trank mit und fühlte sich wie auf Koks.
Ja und dann gabs nen Umtrunk, denn schon war fast die Rückreise nach Cecina im Gange, ohne dass das jemand mitbekommen hätte. Die Toskana ist einfach der HIT.

 

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Die Arbeit ruft – die Arbeit grooved

ILVA brauchte ein bisschen Liebe, sie hatte Bedürnisse wie jeder Mensch auch. Vor allem, wenn er 1969 geboren ist …. Ich musste mein schlechtes Gewissen hintenanstellen, bis Mitte März. Und siehe da: Das alles nun wurde im Meer ertränkt, jegliches Bedürfnis, jede Gewissensregung, jeder NEED. Und das ward geschehen: ein neues Unterwasserschiff, Osmose-Sanierung, neue Wellen-Opferanode, ein neuer Impeller, ein neues Getriebeöl, ein dichter Auspuffkrümmer, eine neue Stopfbuchse, neue Gasflasche und die Kontrolle von eh allem. Finetuning bei Pizza, Tiramisu und Wein. Schön genug für den nächsten Törn im Toskanischen Archipel? Seht selbst …

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Spaziergang im Toskana-Meer

 

Kann man auch mit einem Segelboot spazieren gehen? Kennt ihr das Gefühl, das beim Spazierengehen entsteht? Dieser leere Kopf? Der angenehme Blutdruck? Warum nicht mal den Kopf leeren und baumeln? Am Mast, nicht am Baum, nur am Mast … der Mast meint es besser mit uns, weil er viel gerader ist als ein Baum.

Ein kleiner Streifzug durch den Westen der Toskana, inklusive einer Totalumrundung der „Secce di Vada“, eine Untiefe, nicht weit der Küste entfernt. Da bedecken nur noch zwei Meter Wasser die Steine. Und nach dieser anstrengenden Eroberung baumeln wir wieder zurück – im immer gleichen Modus: Baumeln. Den Kopf noch leerer machen.

 

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Der Törn mit dem großen A

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Wohin führt uns die nächste Reise?

Westliches Mittelmeer

 

Ganz klar, ins Mittelmeer natürlich. Wohin sonst? Genau genommen müssen wir ja nicht mal raus aus der Parklücke im Hafen, denn wir sind ja schon da – in Mittelerde! Im Mare Nostrum.

Sofern die Algen und Gorgonien auf Ilvas Rumpf nicht schon Wurzeln geschlagen haben, können wir ganz einfach ablegen. Sonst brauchen wir die Unterwasser-Gartenschere – hat jemand eine zum verleihen?

Je nach Wind, Lust und Laune segeln wir nach Port de Saint Florent (Korsika) oder Isola di Giannuti (Toskanischer Archipel). Und wenn alle Stricke reißen müssen wir im Süden von Elba den Handanker werfen.

Also dann, liebe Segelkumpadres, wir sehen uns!

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Der Duft der Insel

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Wenn der Mann aus dem Meer die Insel betritt – dann passierts. Was passiert? Er nimmt die Insel in Besitz, oder wie? – Manno, als Spanier wäre das geläufige Realität. Als Österreicher gibts Probleme. Es gibt kein Meer in Österreich. Verdammt!
Zum Glück gibts in Italien ein Meer, so groß, dass sogar Inseln dort Platz finden. Wie ein Garten Eden dieses Meer, wie für uns gemacht. Zum Beispiel, um Anlandungen zu üben,  ohne Waffengewalt, so ganz auf Pazi, ohne große Gefühle des Inbesitznehmens aufkommen zu lassen. Und das ist auch gut so.

Was noch? Der Mann aus dem Meer geht mit seinen abgetretenen Schlapfen am groben Sand spazieren, freut sich über angenehme 20 Grad im März, über die Windstille heute, und darüber, dass morgen 5 bft aus Südost angesagt sind. Ahh, das trifft sich gut, denn morgen segeln wir ab ans Festland. Und: es waren es dann 6 bft. Aber beim Vorwindsegeln ist ja die „Wahnsinnige Geschwindigkeit“ eine Größe: Kraft des Windes minus Abzug der Angst vor der Wellenhöhe, addiert mit Pipi-Gefühl und geteilt durch die Menge aller an Bord verteilten Tabletten gegen Seekrankheit. Die Formel wird am Seesportseminar gelehrt. Und das hier ist einfach nur ein billiges Plagiat.

Kommen dann noch Tanker dazu (siehe Foto) von links und rechts, schnell wie Springmäuse, dann wirds spannend und die Crew erlebt bis dahin nicht gekannte Levels des gegenseitigen Nervösseins. All das macht das schöne Wetter in Portoferraio wett. So viel Glück hat man selten.

(Photos by N. H.)

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Der, der alles weiß

 

Porta_Faltboot

Man kann schnorcheln, mit einem Juchaza einen Köpfler zu den Fischen reißen, am Strand anlegen wie Captain Cook mit einem fahrenden Bücherregal, neue Inseln erforschen, Freunde einladen, hübsch kochen, duschen und sonstige Annehmlichkeiten genießen. Und als wir im Süden von Elba mit unserem Beiboot anlegen wollten und ein Typ, der kein Italiener, sondern ein Engländer war, uns willkommen hieß, fühlten wir uns wie auf Urlaub. Er sagte, er habe alles unter Kontrolle und wisse alles, kenne jeden hier. Er habe Frau und Kinder hier, verlange nun fünf Euro von uns, er wisse genau, wieviel Wechselgeld in der Kassa ist, er wisse auch, wie das Wetter morgen sein wird und dass der Wind übermorgen aus West weht, drei Beaufort. Er habe die ganze Welt schon gesehen, habe viel erlebt, alles durchgemacht, außer: „What is this?“ – er zeigte auf unser Beiboot und stellte diese unmögliche Frage. Ich sagte, „this is a boat, man, whats up?“ Er schaute wie ein verbrannter Uhu. Ich meine, was war los mit ihm? Hatte er doch nicht alles gesehen? Björn und ich schauten uns an und kudderten – wenn man so ein Boot hat und weiß, dass einem damit nichts passieren kann, dann kann man auch herzhaft lachen…

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Noch mehr Toskana – Avanti Dilettanti !

Schöne Tage kann man verbringen, man kann aus ihnen Tage machen, die man nie wieder vergisst. Man muss, muss es nur wollen!! Bis bald !! Eure Berts.

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Toskana – wie man sie leibt und lebt – Eine Foto-Reportage der glücklichen Art

Langweilig wird uns ja nie, wie ihr seht. Und wo Napoleon tatsächlich seine paar Monate auf Elba verbracht hat, das wollten wir auch sehen. Nicht besonders spektakulär – die Anlage liegt ungefähr einen Kilometer vom Meer entfernt in einem Waldstück – vor allem der nach Napoleon erbaute „Anbau“ – dieser lange Neo-klassizisstische langgezogene Teil mit den zu mickrigen Säulen – ist erst von innen ein Graus – Innenarchitektur der einfallslosesten und billigsten Sorte, deswegen haben wir da drinnen auch nichts fotographiert. Zur Zeit Napoleons stand lediglich das kleine Haus nahe am Wald – recht hübsch und spartanisch. Oben auf der Veranda kann man sich gut wie ein Weltherrscher fühlen. Durch das Blätterdach kann man den Hafen von Portoferraio sehen.

Die Segelei war wieder mal aufregend – Wind in rauen Mengen, Amwind, Vorwind, raumer Wind – gerade noch mit ausgebaumter Genua und sieben Knoten (für unsere alte Lady!!) – was soll man sagen, außer, dass es noch verdammt lange bis Ostern ist. Spätestens dann gehts wieder los. Zuvor sollte ILVA noch eine Reinigungskur am Unterwasserschiff bekommen. Am Rumpf wachsen nämlich Bäume. Und die Muscheln wachsen sich zu richtigen Hauptspeisentellern heran. Naja, die Baumschere haben wir jedenfalls dabei, und den Presslufthammer auch. Bis bald, Folks….

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Giglio, Korsika, wir kommen!

Der Diesel ist vorgewärmt, das Fett gefettet und die Bratpfanne auf Palatschinkenstellung! Die nächsten vier Wochen werden wir uns vor dem Wind treiben lassen und dabei genau schauen, was uns ins Auge springt. Hoffe, wir können ein paar Zeilen auf Fahrt schreiben – hängt von der Internetverbindung ab!

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